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Die Kunst des Moko besteht in der Maori Kultur seit über 1000 Jahren, vorausgegangen aus der Kunstform der Holzschnitzerei, wobei symbolische Muster aus den Holzarbeiten auf die Haut übertragen wurden.
Die erste Dokumentation über ein Moko fand 1769 statt, als in Tahiti der damalige britische Seefahrer und Entdecker Captain James Cook das Ritual einer Tätowierung erlebte und dabei seine Beobachtungen und Untersuchungen dieses ungewöhnlichen Körperschmucks erfasste.
Es ist eine Art Tribal Form, eine sehr spirituelle Erfahrung und mehr noch, die Maori sehen Moko als ihre kulturelle Identität und halten diese Kunstform mit der Wiederbelebung und Förderung dieser Technik lebendig.
Die Bedeutung des Moko ist durch das kulturelle Erbe der Maori einzigartig und Tapu (Tabu) für Personen, die nicht einem der Stämme angehören.
Das Moko hat für jeden Stamm seine eigene Identitätszeichnung und enthält Informationen in Form von Tribal- Muster für jeden Träger.
Diese Muster erzählen die Genealogie (whakapapa) des Trägers, die Geschichte seiner Familie, seines Stammes und weist auf den Stand in der sozialen Ebene hin.
Änderungen am Moko wurden vorgenommen, um z.B. eine Berechtigung zur Heirat oder die derzeitige Position in der Stammes- Familie (whanau) zu kennzeichnen.
Alle hochrangigen Maori waren tätowiert und jene ohne Tattoos wurden als Personen ohne sozialen Status angesehen.

Anehana, with full facial moko, circa 1900. Photographer unidentified.
Mit freundlicher Genehmigung der Alexander Turnbull Library, Wellington,
National Bibliothek Neuseeland Ref.1/2-022590-F
Die Männer erhielten im Allgemeinen das Moko auf ihren Gesichtern, dem
Gesäß (raperape) und in verschiedenen Stämmen auch die Oberschenkel
(puhoro), dessen Symbolik für Beweglichkeit oder Geschwindigkeit steht.
Die
Frauen waren nicht so umfangreich wie die Männer tätowiert. Das
weibliche Moko (wahine Moko) verzierte die Lippen, meist in einem
dunkelblau, das Kinn und gelegentlich auch die Nasenlöcher deren
Bedeutung für den ersten Atemzug eines Neugeborenen steht.
Ein Moko
zu erhalten war ein wichtiger Meilenstein zwischen Kindheit und
Erwachsensein, und wurde von vielen Riten und Ritualen begleitet.
Sobald
man sich für ein Moko entschieden hatte, begann die Vorbereitung mit
einem Fasten und verbrachte dann den Tag zuvor im Kreis seiner Familie
und Freunde.
Der Tätowierungsprozess wurde in der Regel entweder im
Stammesland (marae) durchgeführt oder zu Hause bei der Familie, um deren
Unterstützung durch das Singen von Gebeten (karakia) zu erfahren.
Die
schmerzhafte Tätowierung selbst wurde meist in einer Sitzung
durchgeführt, wobei die Person gelegentlich in eine Art Schockzustand
kam, doch Aufgrund ihrer spirituellen Erfahrung kann dies auch als Teil
des Rituals wahrgenommen werden.
Für die ursprüngliche Form des Moko benutzte man eine Reihe von
traditionellen Werkzeugen (Uhi Ta Moko) wie z.B. den Meisel (uhi) mit
einer flachen Klinge oder den Kamm (uhi matarau), hergestellt aus einem
Flügelknochen des Albatros, der Aufgrund seines niedrigen Gewichts, der
Härte und der dichten Knochenstruktur sich bewährte.
Zuerst meißelte man mit Hilfe eines Holzhammers oder Stocks tiefe Schnitte in die Haut
Der
uhi wurde an einem Griff befestigt und mittels eines Holzhammer
(paatuketuke) oder Stocks dazu benutzt, um tiefe Schnitte in die Haut zu
treiben.
Bei dem anschließenden zweiten Arbeitsgang wird der Kamm mit einer Pigmentierung in die Haut eingetippt.
Um ein Pigment zu bilden, wurde Ruß von verbranntem Kauri Harz mit einem Fett vermischt.
Diese Pigmente bewahrte man in verzierten Gefäßen (oko) auf, die stets den nachfolgenden Generationen übergeben wurden.
Die männlichen Gesichts-Tätowierung - Moko - ist in der Regel in acht Abschnitte unterteilt:
1. Ngakaipikirau (Rang). Das Zentrum im Stirnbereich
2. Ngunga (Position). Rund um die Brauen
3. Uirere (hapu Rang). Der Augen und Nasenbereich
4. Uma (erste oder zweite Ehe). Schläfenregion
5. Raurau (Unterschrift). Die Fläche unter der Nase
6. Taiohou (Arbeit). Der Wangenbereich
7. Wairua (Mana). Das Kinn
8. Taitoto (Geburt-Status). Der Kiefer
Weitere Informationen finden Sie auf http://productsfromnz.com/single/downloads/Tattoo_pages1-6.pdf